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Mit einem Alter von meist 3 Monaten bis 3 Jahren sind Krippenkinder noch sehr klein. Es ist wichtig, dass ihnen die Grundlagen in den wichtigsten Lebensbereichen vermitteln und die Weichen für ein gesundes, unbeschwertes und erfolgreiches Leben gestellt werden.

Natürlich liegt es in den Händen der Eltern, ihre Kinder zu erziehen, doch da sie eine nicht unerhebliche Zeit in der Kinderkrippe verbringen, tragen auch die Erzieherinnen ihren Teil zur richtigen Erziehung ihrer Krippenkinder bei.

Der Ernährungserziehung wird in so gut wie jeder Kinderkrippe eine außerordentlich wichtige Rolle beigemessen. Kinder lernen hier nicht nur, ausgewogen und gesund zu essen, sondern erhalten durch regelmäßige und gemeinsame Mahlzeiten ein Gefühl für ihre Nahrungsaufnahme: Das Essen wird ein heiteres Miteinander, das in den Kindern Spaß und Freude an ihren Mahlzeiten weckt, ihnen jedoch auch vermittelt, dass es für Mahlzeiten feste Zeiten gibt. Übermäßiges Naschen zwischen den Mahlzeiten, später ein häufiger Grund für Übergewicht, wird so von Anfang an vermieden.

Die meisten Kinderkrippen betonen auch explizit, dass die dort stattfindenden Aktivitäten mit viel Bewegung insbesondere an der frischen Luft verbunden sind. Die Bewegungserziehung gehört zu den wichtigsten Aspekten der Kindererziehung, denn Kinder müssen von klein auf lernen, dass Bewegung mit jeder Menge Spaß verbunden ist, damit sie auch später Bewegung und Sport regelmäßig in ihren Alltag integrieren.

Obwohl die Kinder noch sehr klein sind, müssen Kinderkrippen für ein gewisses Maß an frühkindlicher Bildung sorgen. Damit ist nicht gemeint, dass die Kinder bereits Fähigkeiten erlernen müssen, die erst in der Schule eine wichtige Rolle spielen, wie Mathematik, Allgemeinwissen oder Lese- und Schreibfähigkeiten. Viel eher geht es hier um grundlegende Dinge wie Sprachgefühl, ein Gefühl für Formen und Strukturen sowie Natur- und Musikerleben.

Auch die Förderung von Kreativität wird in einer guten Kinderkrippe großgeschrieben. Dabei geht es nicht nur um Fertigkeiten wie malen, basteln und gestalten, sondern auch um die Entwicklung von Kreativität in Alltagssituationen, denn im späteren Leben ist Kreativität unabdingbar für die Lösung von unterschiedlichsten Problemen.

Ganz automatisch lernen Kinder in einer Kinderkrippe viel über soziale Interaktion und Verhaltensregeln im Umgang mit anderen Kindern und ihren Erziehern. Für viele Kinder ist die Kinderkrippe der erste Ort, wo sie mit fremden Kindern in Kontakt kommen. Durch die Reaktionen der anderen Kinder und der von den Erziehern aufgestellten Regeln lernen sie, Rücksicht zu nehmen und erfahren den Wert eines friedlichen Miteinander.

Obwohl alle diese Bereiche sehr wichtig sind und unbedingt abgedeckt werden müssen, spezialisieren sich manche Kinderkrippen auf einzelne Bereiche, in denen sie ihre Kinder besonders fördern. Beispielsweise gibt es Krippen, die einen besonders großen Wert auf Ernährung legen. Dort können die Kinder oft beim Pflanzen, Einkaufen und Kochen helfen. Andere Kinderkrippen spezialisieren sich insbesondere auf die Förderung von Kreativität und weisen auf diesem Gebiet ein besonders breites Angebot wie Projektwochen oder Strategie- und Interaktionsspielen auf.

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