Kinderkrippe Alter: Einrichtungen für Kinder bis drei Jahren

Prinzipiell sind Kinderkrippen für Babys und Kleinkinder unter drei Jahren gedacht, das Mindestalter ist jedoch nicht einheitlich geregelt. Manche Kinderkrippen nehmen bereits zwei Monate alte Säuglinge, andere erst Kinder ab einem Jahr.

Unter Müttern ist umstritten, wie alt ein Kind mindestens sein muss, bevor es in eine Krippe kann. Natürlich spielt hier auch die Aufenthaltsdauer eine Rolle. Für zwei bis drei Stunden kann wohl auch ein vollgestillter Säugling in eine Kinderkrippe, ohne deswegen zu leiden, den Bezug zu seiner Mutter zu verlieren oder hungrig zu bleiben.

Kinderkrippen-Betreiber weisen darauf hin, dass die Eingewöhnung in der Kinderkrippe zwischen 8 Monaten und 1,5 Jahren am schwierigsten ist, denn Säuglinge haben das Urvertrauen zu ihren Eltern noch nicht vollständig aufgebaut und Kinder ab 1,5 Jahren reagieren häufig schon recht offen und neugierig auf ihre Umwelt und werden den Aufenthalt in der Kinderkrippe vermutlich auch schon zu Beginn nicht nur als bedrohlich, sondern auch als aufregend empfinden.

Aufenthaltsdauer in der Kinderkrippe

Wie lang ein Kind in der Krippe bleiben soll und wie oft es dorthin soll, ist nicht pauschal zu beantworten. Das müssen die Eltern selbst entscheiden, je nachdem, was berufsbedingt machbar ist. Die Meinungen der Eltern gehen hier weit auseinander. Wofür sich Eltern auch entscheiden, am wichtigsten ist, dass sie sich in ihrer Freizeit liebevoll um ihr Kind kümmern und die gemeinsame Zeit qualitativ hochwertig gestalten.

Viele Kinderkrippen legen eine Mindestanzahl sowie ein Maximum an Stunden und Tagen in der Woche fest, an denen das Kind sich in der Kinderkrippe aufhalten muss oder darf oder berechnen gleich die Halbtags- oder Ganztagskosten unabhängig davon, wie lange das Kind tatsächlich in der Krippe bleibt.

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Betreuungszeiten in der Kinderkrippe

Die Betreuungszeiten sind von Krippe zu Krippe unterschiedlich. Manche nehmen Kinder ab 7 Uhr, einige erst ab 8 Uhr auf. Gängig ist ein Ende der Betreuungszeit am frühen Abend gegen 17 oder 18 Uhr, manche Kinderkrippen sind jedoch auch bis 20 Uhr geöffnet. Am Wochenende und an Feiertagen sind Kinderkrippen in der Regel geschlossen, außerdem haben die meisten im Sommer sowie um Weihnachten einige Tage bis Wochen Ferien.

Kinderkrippe Kosten

Die Kosten einer Kinderkrippe können sehr stark voneinander abweichen. Die monatlichen Beiträge reichen von 150 Euro bis 800 Euro und können in manchen Fällen auch darüber hinaus gehen. Eventuell fallen zusätzliche Verpflegungskosten an. Manche Kinderkrippen staffeln ihre Preise nach der Buchungszeit in Stunden, andere unterscheiden nur zwischen Ganztags- und Halbtagsaufenthalten.

Gruppengröße und Personal

Kinderkrippen sind meistens überschaubar. Mehr als 50 Kinder gibt es in einer Kinderkrippe selten, und diese sind in der Regel in Gruppen eingeteilt. Diese Gruppen, in der Regel etwa 10 bis 25 Kinder, werden von stets denselben drei bis vier Bezugserzieherinnen betreut. In einer guten Kinderkrippe kommen auf eine Erzieherin selten mehr als fünf Kinder, meist eher weniger.

Was machen Kinder in der Kinderkrippe? Tagesablauf, Aktivitäten, Förderung

Eine Kinderkrippe soll die Entwicklung und die sozialen Kompetenzen eines Kindes fördern, ihm Werte vermitteln, eine Struktur in sein Leben bringen und ihm helfen, Lebenserfahrungen zu sammeln und Fähigkeiten zu erlernen.

Wie genau der Tagesablauf in der Kinderkrippe aussieht, um all dies zu gewährleisten, legt jede Kinderkrippe selbst fest.

Viele Einrichtungen legen Wert auf einen regelmäßigen Tagesablauf mit gemeinsamen Mahlzeiten, Schlafmöglichkeiten und routinierten Gruppenaktivitäten, gewähren den Kinder andererseits jedoch auch Freiraum, um eigene Ideen zu entwickeln und einige Stunden am Tag selbst zu entscheiden, was sie tun oder mit wem sie spielen möchten.

Kreative Beschäftigungen wie malen und basteln sind ebenso üblich wie musizieren und Bewegung an der frischen Luft. Einige Kinderkrippen unternehmen dabei größere Ausflüge etwa in den Wald, wo Kinder den Umgang mit Pflanzen und Tieren lernen können.

Andere Krippen legen einen starken Fokus auf Ernährungserziehung. Die Erzieherinnen gehen dann mit den Kindern einkaufen, kochen und backen gemeinsam oder schneiden Salate und pflanzen sogar Gemüsegärten.

Letztendlich bieten viele Kinderkrippen auch individuelle, krippenspezifische Aktionen, die von Oma und Opa Nachmittagen über Mottomonate bis hin zur Förderung des Einfallsreichtums mit Projekten wie „Spielzeugfeien Zeiten“, in denen sich Kinder miteinander und mit Alltagsgegenständen beschäftigen sollen, reichen. Je nachdem, was Eltern besonders wichtig ist, sollten sie ruhig etwas länger nach der richtigen Kinderkrippe suchen, vielleicht finden sie in ihrer Nähe eine Krippe, die sich gerade nach ihren Wünschen ausrichtet.

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